Implantologie

Schon in der Assistenzzeit, also ab 2005 begann Dr. Grosse sich im Fachbereich der Implantologie fort- und weiterzubilden. Sein damaliger Chef Dr. Heinrich Middelmann bekleidete den Titel „Spezialist der Implantologie mit Tätigkeitsschwerpunkt. So konnte Dr. Grosse durch intensive Tätigkeit in der Praxisklinik München Nord seinen Wissensschatz täglich ausbauen. Er durfte unter Aufsicht früh selbst implantieren und so die Eigenschaften verschiedener Implantatsysteme kennenlernen. Die damals neuen, rasanten und vielfältigen Entwicklungen mußten in der Praxis neu erprobt werden. Diffizile Unterschiede der Implantattypen und deren Anwendungsbereiche wurden von erfahrenen, meist älteren Kollegen in Anwendungsbereichen und Handling diskutiert und erprobt, Behandlungsprotokolle entwickelt, welche einen möglichst sicheren Weg zum Ergebnis weisen.

Oft kommen Patienten im letzten Moment, wenn Infektionen spürbar oder sichtbar sind. Nun gilt es erst einmal Schmerzen einzudämmen und Herde möglichst sofort zu kurieren. Das Fundament der Zähne, also der Knochen hat bereits mehr oder weniger stark gelitten. Die Kaufunktion soll umgehend wieder hergestellt werden und den/die Patienten/in im täglichen Leben so wenig wie möglich beeinflussen. Hohe Ansprüche also! Sobald Schmerzen beseitigt sind, kann eine Entscheidung bezüglich der Weiterversorgung des Problemgebietes getroffen werden. Ein Ausblick kann oft schon nach einer Woche gegeben werden. Dr. Grosse ist der Meinung, nie zu früh zu entscheiden und nicht in noch wunde Gebiete hineinzuarbeiten. Abheilen, die Zeit nutzen, planen, besprechen und ein neues „Gebäude“ auf ein sicheres Fundament stellen.

Oft taucht hier die Frage auf… Der Herr Doktor XYZ böte in der Zeitung eine Methode an, welche noch am selben Tag zu einer völlig perfekten Zahnersatzversorgung führe und das ganze für Summe X ohne auch nur den/die Patienten/in gesehen zu haben? Dr. Grosse rät von solchen „schnellen Methoden“ unbedingt ab! Alle Situationen bedürfen der genauen individuellen Bewertung und Planung, sowohl strategisch, funktionell als auch finanziell. Schon in seiner Promotion hat er sich mit der Wundheilung beschäftig. Diesen natürlichen Vorgang gilt es zu respektieren und nicht voreilig und meist grundlos zu unterlaufen, diese wichtigen Prozesse zu ignorieren. Moderne Methoden ja, aber mit Sinn und Verstand, denn Nachhaltigkeit ist sein Ziel.

Implantate können mit einfachen Worten als künstlich geschaffene Pfeiler für die Verankerung von Zahnersatz beschrieben werden. Diese Pfeiler kann man sich als „Dübel“ vorstellen, welche als stabile Hohlkörper aus hochfestem Titan als „Allround-Pfeiler“ dienen. Wie man einen Dübel in die Wand steckt, dreht man vorsichtig einen schrauben-artigen Dübel in den gesunden Knochen. Dieser heilt anschließend ohne Belastung fest. Der Knochen akzeptiert nachweislich die leicht raue Titanoberfläche. Er „mauert“ den neuen Pfeiler oder Anker fest ein. Diese Implantat kann bei sehr guter Pflege für viele Jahrzehnte stabil im Knochen verbleiben. Nach der Heilzeit kann der Pfleiler/Dübel mit einem „Sockel“ (Abutment) und einer Krone (z. B.) versorgt werden. Die Belastung darf nun wieder auf ein normales Mass gesteigert werden.

1) Implantattypen:

Wir unterscheiden im Allgemeinen zwischen zwei Implantattypen, den zwei und drei-teiligen Implantatsystemen.

  • A) Das zweiteilige System wird oft als Mini-Implantatsystem bezeichnet. Es besteht aus dem Implantat selber (Teil 1) und dem Gegenstück in einem Zahnersatz (Teil 2), welcher oft auf das Implantat gesteckt wird. Es zeichnet sich in der Regel durch reduzierte Durchmesser und die besondere Form aus. Dübel und Sockel bestehen aus einem Stück und ergeben Teil 1.
  • B) Das dreiteilige Implantat-System besteht aus Implantat-Dübel, abnehmbaren Sockel (wird im Implantat verschraubt) und dem darauf gefertigten Zahnersatz. Individuelle Durchmesser möglich.

Die Implantate unter A finden meist Verwendung zur Befestigung von herausnehmbaren Arbeiten/Prothesen oder zur reinen Pfeilervermehrung und damit Stabilisierung von Zahnersatz durch Traglastteilung.

Die Implantate unter B haben vielfältigste Einsatzbereiche. So kann ein einzelner, kompletter Zahn erschaffen oder auch eine Brücke getragen werden.

Durch die individuelle Planung und den Einsatz von neu inserierten Pfeilern unterscheidet der Zahnarzt zwischen einem im Ergebnis fest-eingesetzten Zahnersatz, welcher nicht mehr herausgenommen werden muss/kann und einer herausnehmbaren Arbeit, welche selbst ausserhalb des Mundes gepflegt wird. Die Pfeiler (Implantate) im Mund müssen jedoch für deren Langlebigkeit perfekt gepflegt werden.

2) Grundvoraussetzungen für die Setzung eines Implantates:

Gesundheit und Allgemeinbefinden des/r Patienten/in wiederum müssen als Grundlage für die Entscheidung für den Einbezug von Implantat-Dübeln in eine Zahnersatzversorgung unbedingt berücksichtigt werden. Das individuelle Gespräch mit dem/r Patienten/in ggf. auch mit Kollegen anderer Fachbereiche vor Beginn der Planung sind oberstes Gebot. So müssen Medikationen wie Blutverdünnungen und Grunderkrankungen wie koronare Herzerkrankungen und -Klappenersatz abgeklärt sein! Der Zahnarzt soll seine Patienten kennen!

Das Setzen eines Implantates in eine Zahnlücke bis hin zu mehreren Implantaten in teilbezahlte oder zahnlose Kiefer setzt einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz voraus, welcher die konservative Zahnersatzversorgung als Grundlage hat. So muss der Zahnarzt durchaus die gesamte Zahnersatzplanung von Anfang bis Ende und umgekehrt durchdenken und deren Vor- und Nachteile bedenken können. So wird im Vergleich der Hausbau ebenfalls vom stabilen Fundament als tragender Unterbau bis zum Dach vor Beginn der Arbeit durchdacht und genauestens geplant. Denn wenn das Fundament unsicher ist, fällt das ganze Haus beim Setzen des letzten Dachziegels zusammen. Noch vor einem anfänglichen Eingriff in der teils verunreinigten, infektiösen, blutenden und schmerzhaften Mundhöhle muss gedanklich die spätere Planung, der Weg dort hin und die menschliche Anleitung des/r Patienten/in stehen. Sämtliche Schritte in eine derartige Richtung und Zwischenschritte bedürfen dem Einbezug eines Labors, welches ebenfalls genaue Anweisungen erhalten möchte. Zeitpläne zwischen Patient/in, Labor und Zahnarzt müssen getastet sein und nicht zu letzt ein Kostenvoranschlag soll im Vorfeld für Klarheit sorgen, wer welche Kosten zu tragen hat. Das alles muss vom ersten bis zum letzten Schritt stimmen und soll ein ästhetisch anspruchsvolles, langlebiges und funktionstüchtiges Ergebnis ergeben.

Beurteilung von Breite und Höhe durch Modelle und Röntgenbilder. Schmale Knochenverhältnisse im Mund bedingen kleine Implantatdurchmesser. Breite Knochverhältnisse bedingen/ermöglichen größere Durchmesser des Implantat-Dübels. Die Höhe des Knochens bedingt die Länge eines Implantates. So kann der Zahnarzt nun genau das Implantat den Anforderungen in jeglicher Situation angepasst auswählen.

Knochenaufbauten verschiedenen Ausmaßes in Ober- und Unterkiefer zur Schaffung eines sicheren Fundamentes wurden auf verschiedene Weisen entwickelt. So wurde es auch in der kleineren Zahnarztpraxis mit aktuellem Wissen und unter sterilen Klinik-Bedingungen möglich diese Grundvoraussetzungen für hochwertige Implantatversorgungen zu schaffen.

Implantiert wird NUR in gesunden Knochen! Die Mund-Hygiene muss perfekt sein, die Vorarbeiten, wie Professionelle Zahnreinigungen und Parodontitis-Behandlungen im gesamten Mund müssen best-möglich erledigt sein. Nicht zu letzt muss Patient/in bereit sein hier volle Mithilfe zu leisten.

3) Heilzeiten und Abläufe:

Implantate, welche in gesunden, ausgeheilten Knochen gesetzteren bedürfen einer Einheilzeit im Oberkiefer von circa sechs Monaten, im Unterkiefer von circa drei Monaten.

Ablauf beim Setzen eines Implantates (exemplarisch):
1.Tag: Operation und Röntgenkontrolle
2.Tag: 1. Wundkontrolle
10.Tag: 2. Wundkontrolle und Entfernung der Fädchen
6. Woche: 3. Sichtkontrolle der Wunde
3. Monat/6. Monat: Röntgenkontrolle und Eröffnung der Implantat-Durchtrittstellen
Dann erfolgt die Zahnersatzversorgung der Implantat-Pfeiler innerhalb circa 2-4 Wochen (je nach Art und Planung eines Zahnersatzes).

4) Welcher Zahnersatz soll nun folgen?

Diese Planung muss schon vor dem ersten Eingriff sowohl entschieden als auch geplant und per Kostenvoranschlag beschlossen sein. Die Entscheidungsfindung welche Art von Zahnersatz und ob ein fester oder herausnehmbarer Zahnersatz Umsetzung findet entscheidet der/die Patient/in selbst! Dr. Grosse wird jedoch verlässlich und durch seine Erfahrungen Vor- und Nachteile nennen und seine Empfehlung aussprechen. Dabei kann für jedeSituation, sogar jeden Kiefer unterschiedlich entschieden werden!

Oft spielen hierbei Einschätzungen der Sorgfalt, sowie Fingergeschick, das Lebensalter und der Wunsch des/r Patienten/in die entscheidende Rolle. Bei älteren Menschen ebenso die Mobilität, die Kraft der Hände und der Augen sowie der Einsatz von Pflegeutensilien. Hierbei bieten wir besonders gleich im Anschluss mehrere Termine allein zum Üben des Handlings und der Pflege an.

Dr. Grosse und sein Team führt jede/n Patienten/in exakt entlang eines „roten Fadens“ ohne ihn/sie allein zu lassen! Die Patienten von Dr. Grosse erfahren jederzeit Gründlichkeit und Hilfe vor und während der gesamten Versorgung, ebenso danach. Er möchte Ängste durch Sinnhaftigkeit und seine ruhige Hand so klein wie möglich werden lassen.